NookNames_web_beta4NookNames_mobile_beta
CF Bild komplett mit Branding

NOOK NAMES: Hey Freelancer, let’s start a movement!

Die Anzahl kreativer Freelancer steigt rapide und geht mit einer Umwälzung der Werbe- und Kreativwirtschaft einher – einem der zentralen Wirtschaftsfaktoren in Deutschland. Leider stellen wir als Freelancernetzwerk aus leidvoller Erfahrung fest, dass das objektiv betrachtet wichtigste Kriterium bei der Beurteilung eines Freelancers nicht immer reicht, um dem Ziel der Selbstverwirklichung näher zu kommen: die Qualität der Arbeit. Bei der Auseinandersetzung mit dieser Problematik haben wir uns mit folgenden Fragen auseinandergesetzt: Wie wandelt sich der Arbeitsmarkt, mit welchen Problemen werden kreative Freelancer dabei konfrontiert und was kann NOOK NAMES als Freelancernetzwerk dagegen tun?

Wandel des Arbeitsmarkts im 21. Jahrhundert

Heutzutage erlauben die technischen Möglichkeiten quasi jedem, als digitaler Nomade durch die Welt zu ziehen. Noch wagen die wenigsten die totale Umwälzung und arbeiten von der nächstbesten Südseeinsel aus. Doch der Wunsch nach Freiheit steigt. Immer mehr Kreative entscheiden sich für das “selbst” und “ständig”: 2012 waren bereits knapp 500.000 Kreative freiberuflich unterwegs, während laut einer aktuellen Bitcom-Studie in Deutschland 4,9 Millionen Erwerbstätige als Freelancer aller Art einer Beschäftigung nachgehen. Das sind zehn Prozent aller Beschäftigten in einer der führenden Industrienationen! Diese Entwicklung ist nicht umkehrbar. Im Gegenteil: Laut Autor Dr. Patrick Spät sind unter allen Berufstätigen, die nach 1977 geboren wurden, bereits ein Drittel Freelancer bzw. selbstständig.

Analyse der Marktsituation

Im Zuge des eben beschriebenen Wandels haben sich verschiedene Dienste am Markt etabliert, die allesamt nützlich sind, jedoch keinesfalls optimal für die Nutzung durch kreative Freelancer. Gängige Karrierenetzwerke wie XING und Linkedin tun sich schwer, die Persönlichkeit des Einzelnen sichtbar zu machen und bieten nicht den Flair, den sich Kreative wünschen. Vor allem XING-Events sind viel zu Business-lastig. Der Oldschool-Anbieter dasauge.de stiftet vielen Freelancern ordentlichen Nutzen, verweigert sich aber der Weiterentwicklung. Alle drei selektieren nicht nach Qualität. Adobes Behance ist eine optimale Plattform, um sein Portfolio zu präsentieren. Aus dem Feedback der Nutzer entsteht ein Algorithmus. Hat der Auftraggeber (zu) viel Zeit, kann er hier großartige Kreative mit visuellem Fokus finden und mit Glück gelingt auch die Kontaktaufnahme und der Freelancer hat Zeit. Bei Designerdock findet er hingegen tolle Festangestellte – der Nutzen für Freelancer wird in der Szene als rudimentär eingeschätzt. Neben den bisher beschriebenen führenden Plattformen finden sich viele weitere Anbieter in Nischen wieder. Artist-Agenturen aller Art versammeln teils absolute Profis. Nur braucht die breite Masse nicht immer den Besten. Unser Fazit als Freelancer: Nichts, was es bisher gibt, wird dem gerecht, was wir wirklich brauchen.

Angst machen uns die Billiganbieter, die aus den USA herüberschwappen. Bei den dort gezahlten Preisen scheinen sie Marketing nicht im Sinne von “Marktabgrenzung von Konkurrenten durch ausgezeichnete Kommunikation” zu verstehen. Von einigen Agenturen haben wir auch schon gehört, dass solche Freelancervertreter auf Teufel komm raus Sales generieren wollen. Das ist aus unserer Sicht weder für die Auftraggeber- noch für die Freelancerseite perspektivisch von Nutzen.

Problematische Situation für Freelancer

Rechtlich gesehen erinnert die Situation der Freelancer aktuell an die Bedingungen von Arbeitnehmern im ausgehenden 19. Jahrhundert: zu ihrem Nachteil unreguliert. Natürlich richtet sich unser Appell auch an die Politik. Doch es ist keine Koketterie zu behaupten, dass die Rechtswissenschaft den gesellschaftlichen Entwicklungen immer etliche Jahre hinterherhinkt. Darüber hinaus stellen wir immer wieder fest, dass kein Mensch aus der “alten” Arbeitswelt versteht, wie sich die “ach so hohen” Tagessätze der Freiberufler zusammensetzen. Wertschätzung für kreative Höchstleistung und den damit verknüpften Anspruch, etwas Besonderes zu erschaffen? Fehlanzeige. Zwar ist das Leben als Freiberufler meist selbstgewählt und mit zahlreichen Vorteilen, wie der selbstständigen Ausgestaltung des Tages, garniert. Dies kann allerdings kein Grund sein, die problematische Situation zu ignorieren.

Wir haben fünf zentrale Probleme identifiziert, mit denen sich kreative Freelancer abmühen.

  • Jobflauten
  • Unsichtbarkeit beruflich und privat
  • Falsche Kontakte bzw. ineffektives Netzwerken
  • Bürokratie für Einzelunternehmer
  • Unangenehme Kaltakquise
Der letzte Ausweg: Kreativprostitution

Wird der Freelancer in unguter Mischung mit diesen Problemen konfrontiert, entsteht oft eine Situation, die überspitzt als Kreativprostitution bezeichnet wird. Nachhaltig wichtige Themen wie der Aufbau von Sichtbarkeit und einem funktionierenden Netzwerk treten ebenso in den Hintergrund wie die Zusammenarbeit mit seriösen Experten in Sachen Steuern und Versicherung. Dafür verfällt jeder Anspruch an qualitativ hochwertige Arbeit. Der Freelancer ist bereit, alles zu tun. Er schmiert jedem noch so windigen Auftraggeber Honig ums Maul und akzeptiert unzumutbare Tagessätze. Der Kreative ist im Überlebensmodus und landet mit etwas Pech im Teufelskreis des kreativen Prekeriats.

Schluss mit Kreativprostitution

NOOK NAMES hilft beim Schluss machen! Durch unsere neue Homepage mit einem Social Newsroom und einer eigenen Seite für Auftragnehmer und -geber sowie der Etablierung einer neuen Eventserie in Form der NOOK AGENCY EVENTs entwickeln wir neue Möglichkeiten der Akquise, sodass sich Freelancer ganz auf ihre kreative Arbeit konzentrieren können. Klappt das, wollen wir noch mehr: NOOK AGENCY EVENTs in anderen Städten, regelmäßige NOOK IMPULSE MEETINGs im ganzen deutschsprachigen Raum und eine richtige, umfassende Plattform, auf der sich Freelancer untereinander und mit Auftraggebern connecten. Dadurch werden zielgerichteter Jobs vermittelt und die kreative Freelancercommunity als solche zusammengeführt und gestärkt.

Über das Freelancernetzwerk NOOK NAMES

NOOK ist die Ecke. Die Ecke, um die wir denken, an der wir uns treffen. Wir ecken an. NOOK NAMES sind hochprofessionelle Freelancer, die auch als Typen überzeugen. Seit drei Jahren arbeiten wir ehrenamtlich daran, die Situation für kreative Freelancer zu verbessern. Wir haben bisher 14 Events in Berlin, Wien, Hamburg und Köln veranstaltet und eine Community von beinahe 600 ausgewählten Kreativen aufgebaut. Jetzt wollen wir aus der Ehrenamtlichkeit ausbrechen und uns mit Crowdfunding die nächsten Schritte ermöglichen, um der Freelancer-Community endlich handfesten Nutzen zu bescheren. Und nebenbei gestalten wir den Arbeitsmarkt der Zukunft mit. 😉 Hey Freelancer, let’s start a movement!

Unterstütze jetzt unsere Crowdfunding-Kampagne!

 

Jonas Drechsel

Head Of Communication

Jonas ist u.a. Head of Communication bei NOOK NAMES und verantwortlich für die Inhalte dieses Blogs. Er wünscht sich hier ein Gemenge aus Wissenstransfer, Transparenz und guter Unterhaltung.