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Bloggen als Freelancer

Bloggen als Freelancer: Warum dein eigener Blog dich weiterbringen wird!

Ein Gastbeitrag von Gudrun Wegener

Weißt du, was du mit allen anderen Freelancern gemeinsam hast? Egal, ob du Texter, Designer, Illustrator, Social-Media-Manager, Konzepter oder Ideenschmieder bist – du arbeitest alleine. Okay, vielleicht arbeitest du nicht jeden Tag alleine, aber doch die überwiegende Zeit. Und dabei spielt es auch keine große Rolle, ob du im Home Office, in deinem Büro oder in einem Café am produktivsten sein kannst. Alleine arbeitest du trotzdem. Bloggen als Freelancer beendet dein Eremitendasein!

Der Traum von der unabhängigen Selbstständigkeit

Selbstständig, eigenverantwortlich und unabhängig von den Befindlichkeiten und Vorstellungen anderer zu arbeiten, ist ein großer Traum vieler zukünftiger Freelancer. Und ich kann das nur zu gut verstehen, denn mir ging es auch so. Lange Arbeitswege, unnötige Meetings, langweilige Aufgaben und Arbeitskollegen mit nervigen Angewohnheiten, sind nur ein kleiner Teil der Dinge, auf die du gut verzichten kannst.

Wenn du selbstständig bist, dann gibt es nur noch dich, deine Ziele, deine Visionen und deine Arbeitsweise. Das ist toll!

Aber ist es das wirklich immer?

Leider nein. Denn irgendwann kommt der Punkt, an dem sich das glückliche und unabhängige Arbeiten mehr wie ein einsames Eremitendasein anfühlt, wenn du ständig alleine arbeitest. Kreativität braucht aber Input, Kommunikation und den Austausch mit Gleichgesinnten. Wo sonst sollen die tollen Ideen herkommen?

Warum dein Blog dich besser macht

Dass Blogs interessante Themen behandeln, neue Trends zeigen und wichtiges Hintergrundwissen liefern, weißt du. Immerhin liest du ja gerade einen Blog. Aber schreibst du selbst auch?

„Es gibt tausende tolle Blogs da draußen. Warum sollte irgendwer dann noch meine Beiträge lesen? Worüber sollte ich denn schreiben? Außerdem kostet Bloggen doch sicher sehr viel Zeit …”

Vielleicht hast du dir gerade genau die gleichen Fragen gestellt. Um ehrlich zu sein, konnte ich mir auch nicht vorstellen, was alles passieren wird, als ich mit dem Bloggen begonnen habe. Bloggen als Freelancer lohnt sich gleich auf mehrfache Art und Weise!

Grund #1 – Bloggen ist einfach

Bloggen kann jeder. Es ist ganz einfach. Du brauchst keine besonderen Programme und keine komplizierte Software. Alles, was du dafür brauchst, ist eine Idee, Stift + Zettel und eine Website, um das Ganze dann zu veröffentlichen. Und eine Website hat jeder Freelancer – falls das bei dir nicht so ist, dann wird es dringend Zeit. Ein Blog lässt sich ganz einfach auf deiner bestehenden Website einrichten. Vielleicht brauchst du noch ein paar kleine Plugins (Erweiterungen), aber auch diese sind meistens kostenlos, sodass dich dein neuer Blog fast kein zusätzliches Geld kostet.

Okay, immer gute Themen und Ideen für den Blog zu finden, ist nicht zwingend einfach. Dafür musst du die Entwicklungen und Themen in deiner Branche im Auge behalten und dich über Neuigkeiten informieren. Aber das machst du ja sowieso, wenn dir dein Beruf am Herzen liegt, oder? Also, keine Sorgen: Wenn du mit Herzblut dabei bist, gehen dir die Inhalte für deinen Blog nicht aus.

Grund #2 – Wenn du dein Wissen teilst, wirst du schlauer

Das klingt im ersten Moment vielleicht paradox. Aber es ist wirklich so. Schon vor dem Bloggen habe ich regelmäßig Magazine, Artikel und Fachbücher gelesen. Und wenn ich mal an einer Stelle in einem Auftrag nicht weiterkam, habe ich Hilfe und Unterstützung bei Online-Tutorials gefunden. Das machst du sicher genauso. Trotzdem war das alles eher oberflächlich oder punktuell.

Geändert hat sich das, als ich meinen Blog Achtung Designer, der Blog für selbstständige Designer, gelauncht habe. Plötzlich geht es nicht mehr nur um mein Fachwissen. Ich muss es auch so aufbereiten, dass andere ebenfalls nachvollziehen können, worum es geht. Also muss ich recherchieren, Dinge nachlesen, Grafiken aufarbeiten und Inhalte für die Blogartikel zusammenstellen. Das ist spannend und hilfreich – nicht nur für meine Leser, sondern auch für mich. Denn bei allen diesen Blogartikeln lerne ich auch jedes mal etwas Neues, und das wiederum hilft mir dabei, mit meinem bilderbuero voranzukommen.

Grund #3 – Auftraggeber finden dich

Wenn du den Schritt in die Öffentlichkeit gehst und anfängst als Freelancer zu bloggen, dann passieren mehrere Dinge parallel:

  • Du setzt dich mit neuen Inhalten auseinander
  • Du teilst deine Blogartikel über deine Social-Media-Kanäle
  • Du lieferst Google und Co. neue frische Inhalte
  • Du kommst in Kontakt mit deinen Lesern
  • Du positionierst dich als Experte
  • Potentielle Auftraggeber finden dich
  • Du beendest dein Eremitendasein

Ja, genau – du musst Auftraggeber nicht mehr nur suchen, sondern wirst auch von ihnen gefunden. Klingt gut und funktioniert. Denn dein Blog arbeitet auch dann für dich, wenn du es nicht kannst. Oft ist die Arbeit als Freelancer ein Auf und Ab. Wenn du viele Aufträge hast, dann verdienst du Geld, kommst aber nicht dazu, dich um die Akquise zu kümmern. Wenn du wenige Jobs hast, hast du zwar Zeit für Akquise, aber keine Einnahmen. Beide Fälle sind anstrengend. Deine Blogartikel jedoch sind immer da.

In deinem Blog kannst du deine Arbeiten vorstellen, du kannst deine Persönlichkeit zeigen und so Auftraggeber von dir überzeugen. Und das genau zu dem Zeitpunkt, wo sie nach deiner Unterstützung suchen. Ein Auftraggeber will seine Online-Marketing-Strategie neu aufstellen und du hast in deinem Blog schon ausführlich über das Thema berichtet? Super, denn dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Auftraggeber über die Blogartikel auf dich, dein Know-how und deine Arbeit aufmerksam wird.

Grund #4 – Du lernst neue Leute kennen und baust dir ein Netzwerk auf

Doch nicht nur potentielle Auftraggeber lesen deinen Blog. Auch Interessenten, andere Freelancer oder Kollegen aus ähnlichen Bereichen werden auf dich und dein Fachgebiet aufmerksam. Deine Blogartikel werden kommentiert, deine Social-Media-Posts werden geteilt und du bekommst Mails und Anfragen. Kurz gesagt, du wirst online sichtbar und tauschst dich mit Gleichgesinnten aus.

Auf Meetups, Konferenzen oder Events triffst du dann die gleichen Menschen, die du schon von deinem Blog kennst und deren Blogs du folgst. Aus dem ursprünglichen Erimitendasein sind durch das Bloggen nicht nur Online-Netzwerke entstanden, sondern auch Kontakte darüber hinaus.

Jonas von NOOK NAMES habe ich auch so kennengelernt. Meine Bewerbung bei NOOK NAMES hat er unter Vorbehalt (Infografiken – ja cool, Grafik-Design – geht so) angenommen, was mich zu einem Blogartikel über Online-Portfolios inspiriert hat. Es folgten mehrere Mails, ein interessantes Telefonat und dann ein Interview mit Jonas über NOOK NAMES auf Achtung Designer.

Ohne meinen Blog wäre mir das nicht passiert. 🙂

Fazit: Bloggen als Freelancer lohnt sich garantiert

Alleine zu arbeiten, ist das eine und kann für dich genau die richtige Arbeitsweise sein. Wenn aus dem “alleine arbeiten” jedoch ein “alleine sein” wird und du beginnst, ein trauriges Erimitendasein zu führen, dann wird es höchste Zeit etwas zu ändern. Mit regelmäßigen Blogbeiträgen profitierst du nicht nur davon, dass du neue Kontakte knüpfst. Du erarbeitest dir auch ein mächtiges Marketingwerkzeug, dass dich in deinem Fachbereich bekannter macht und dir so auch neue Aufträge generieren kann.

Für den Anfang muss es auch gar nicht der eigene Blog sein, falls du dich erstmal langsam an das Thema rantasten willst. Bei vielen größeren Blogs oder Online-Magazinen kannst du auch als Gastautor deine Blogartikel veröffentlichen. Probiere es einfach mal aus. Bloggen als Freelancer lohnt sich in jedem Fall!

Gudrun Wegener

Gudrun ist freiberufliche Designerin. Im bilderbuero ist sie im Einsatz mit Stift, Maus und Herzblut für tolle Infografiken, Sketchnotes & visuelles Storytelling. Darüber wie man sich ein Design-Business aufbaut, dass einen kreativ, zufrieden und erfolgreich macht, schreibt Gudrun auf ihrem Blog Achtung Designer.